Jugendwahn?

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Themenersteller
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18. Okt 17

Jugendwahn?
Warum eigentlich immer der Begriff "Jung bleiben", "geistig Jugendlich bleiben"?
Wenn ich mich vergleiche, der der ich jetzt bin und im Gegensatz dazu den Menschen sehe, der ich in jungen/jüngeren Jahren war, dann ist mir meine jetzige Persönlichkeit durchaus angenehmer.
Gut, der Sixpack, naja, Haare - fast weg, Erektionswinkel - eher 90° als 45° , Ausdauer und Libido naja, da muss man Abstriche machen im Vergleich.
Aber was mein Wissen, meine Urteilskraft, meine Geduld, mein Mitgefühl, das Zuhören können, den Egoismus hinten anstellen, Rücksichtnahme, und andere soziale Eigenschaften angeht, da bin ich meiner Meinung nach ein angenehmerer, besserer Partner und Mitmensch als früher.
Also, warum wollen wir nicht sein, wie wir jetzt sind?
 
 
18. Okt 17

hast völlig recht ....
ich möchte auch nicht mehr so sein wie vor 20 ... 30 Jahren, auf meine heutige Lebenserfahrung möchte ich nicht verzichten.

Mit dem Begriff "Jugendwahn" assoziiere ich ganz etwas Anderes !
Das hat wohl jeder Mann schon mal erlebt ... man geht durch die Stadt, sieht vor sich eine Frau mit Topfigur, kurzem Rock, langen Haaren, auch geht sie ganz elegant auf den Highheels .... man(n) überholt, sieht sich noch einmal um und *panik* *umfall*
Das Gesicht gleicht einer Indianersquaw mit Kriegsbemalung ......
Auch habe ich schon Männer gesehen, die sich in Klamotten aus dem Young fashion Laden zwängen, mit Ohrringen und Ketten schmücken, aber geschätzte über 80 Jahre haben ....

Geschmäcker sind verschieden, aber ich finde das Outfit macht nicht jünger, manchmal eher albern. Mit Klamotten zu versuchen 20 Jahre jünger zu wirken ist für mich "Jugendwahn" ! Man kann in jedem Alter und mit jeder Figur gut aussehen, wenn man es versteht sich "richtig" zu kleiden.
Wenn man sich akzeptiert wie man ist, mit allen kleinen Mängeln und Macken, lebt man glücklicher !
 
 
18. Okt 17

@schoeneansicht / Jugendwahn
Wir entwickeln uns stetig weiter und das ist aus gut so. Ich fände es schon schade, wenn wir mit zunehmendem Alter nicht an unseren Aufgaben gewachsen wären und nicht weiter lernen würden. Aber: solange ich Möglichkeiten habe, auch körperlich noch bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben, warum sollte ich sie nicht nutzen?

Vielleicht sehen Frauen das auch noch etwas anders als Männer. Unser "Wert" in der Gesellschaft und insbesondere in Bezug zum anderen Geschlecht wird meist stärker bemessen an Attraktivitäts- und Leistungsmerkmalen. Deshalb ist vermutlich unsere Motivation höher, gegen das Altern etwas zu unternehmen.

Bei beiden Geschlechtern spielt zudem eine gewisse Eitelkeit eine Rolle. Niemand findet es toll, wenn er/ sie Haare verliert oder dieselben immer dünner werden, wenn die Libido nachlässt und wenn man immer rundlicher wird, obwohl man auf seine Ernährung achtet. Wer sich damit abfinden will: gut. Aber wenn ich die reelle Chance habe, etwas dagegen zu tun, dann mache ich das. Ich meine nicht kosmetische OPs oder ähnliches, sondern etwas für die Gesundheit, die sich auch in Äußerlichkeiten und in einer hohen Leistungskraft widerspiegelt. Warum sollte ich darauf verzichten, wenn ich mich damit wohler fühle?

Zum Trost: ich habe letzte Woche gelernt, dass ein hoher Testosteronspiegel offenbar die Haare beim Mann zum Ausfallen bringt *anmach* Es scheint sogar so zu sein, dass sich viele Männer absichtlich eine Glatze rasieren, um eine hohe Potenz zu signalisieren :-))) Sachen gibt´s ... *zwinker*
 
Gruppen-Mod
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18. Okt 17

Jugendlichkeitswahn contra Lebensqualität
Ich denke nicht, dass es hier um Jugendlichkeitswahn geht. Das wäre tatsächlich allein Eitelkeit.

Hier sollte es darum gehen, dass wir nutzen, was uns die Wissenschaft und das Wissen anderer zur Verfügung stellt, um lange, wenn es möglich ist, bis zum Tod, die Qualität des Lebens auf einem hohen Level zu halten.

Es ist doch ein Unterschied, ob wir unbeweglich, kautzig, mit vielen Krankheiten behaftet, eigenbrödlerisch unser Leben fristen oder ob wir beweglich sind, den Körper jung halten und uns mit den gesellschaftlichen Dingen befassen, junge Leute verstehen, ihnen wirklich Wichtiges mitgeben können, wenn sie nachfragen, mit wenig Handicaps ein wirklich hochwertiges Leben haben, trotzdem wir älter werden.
Das Durchschnittsalter der Gesellschaft erhöht sich immer mehr. Unsere Kinder müssen nicht nur die Beiträge der Renten, sondern auch die Krankenkassenkosten bezahlen. Wenn wir es schaffen, gesünder und weniger pflegebedürftig zu werden und - wie früher - einen wichtigen Platz in der Familie mit Sinn einzunehmen, statt zu jammern und uns pflegen zu lassen, dann könnten wir die drohende Katastrophe vielleicht abmildern und gleichzeitig glücklicher werden.

Ich habe gerade in den letzten Jahren immer mehr verstanden, dass man etwas tun kann und sich nicht damit abfinden muss, halt unbeweglicher, kränker, halt älter zu werden. Und auch heute habe ich wieder junge Leute erlebt, die sich weniger bewegen können als ich, die sich mit Junkfood zuschütten jahrein, jahraus. Da geht das Alter los, mit 22..... *snief*
 
Themenersteller
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18. Okt 17

Er schreibt.
Mein Beitrag war kein Plädoyer für ein "sich gehen lassen" oder gar faul auf Verfall und Tod zu warten.
Körperlich und geistig fit wie möglich bleiben, das sind wir nicht nur uns, sondern auch unseren Lieben schuldig.
Mich stört, dass wir uns immer nach "Jugend" sehnen. Äusserlichkeiten werden nicht unwichtiger, sondern der Versuch "jugendlich" zu wirken, bringt manche Absurditäten hervor.
Ich akzeptiere unausweichliche Veränderungen, akzeptiere, dass ich mehr weiss, als ei 40jähriger, das mir dessen Pläne manchmal albern erscheinen, ich vielleicht dadurch langweilig wirke.
Was ich meine ist, akzeptieren wir uns als Menschen, die viel gelebt haben und dadurch nicht mehr JUNG sind.
 
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18. Okt 17

Ist das wichtig?
Ob wir jung sind oder uns so wahrnehmen, ist doch eigentlich nicht wirklich wichtig. Ich nehme mich so wahr, v.a. wenn ich die Leute in meinem Alter vergleiche. Und? Ich kann auch gut leben damit, dass sich andere als "alt" wahrnehmen. Ich genieße meine Erfahrung, mein Wissen und gleichzeitig meine Beweglichkeit und (gefühte) Jugend. Soll ich mich jetzt schämen und in die Ecke stellen, nur weil ich noch mit keiner Krankheit behaftet bin und junge Leute gerne mit mir zusammen sind? Was genau soll das jetzt mit Jugendwahn zu tun haben?

Ich finde gut, wenn ihr, schoeneansicht, euch so wohl fühlt und das, mit eurer Ansicht und eurer Wahrnehmung. Das Leben ist bunt und doch schön, wenn es Menschen gibt, die auch mal anders denken und einen Impuls geben, mal die Sache von einer anderen Seite zu sehen *g*

Ich sage heute frei heraus, hey, ich bin 55 und sehe immer mehr: Es ist nur eine Zahl und sagt überhaupt nichts darüber aus, wer ich bin und was ich bin. Es sagt noch nicht einmal etwas darüber aus, ob und wie ich bisher mein Leben gelebt habe.

Ich kenne Leute, die mit knapp 40 die letzten 15 Jahre hinter dem PC verbracht haben und sich vor dem Leben versteckt haben. Sie denken und handeln immer noch unreif. Insofern bin ich dankbar, dass das Leben Intensität für mich hatte, ich an vielen guten und bitteren Jahren gereift bin und mich dennoch eben nicht alt fühle.
 
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18. Okt 17

Vielleicht
bin ich ja nicht Intelligent genug doch mir erschliesst sich nicht wieso ausgerechnet der Wunsch sowohl geistig als auch körperlich möglichst fit und agil älter zu werden etwas von einem Wahn haben muss.

Das ist mir auch schon bei einem anderen Thema aufgefallen - es wird nicht das gelesen was dort niedergeschrieben ist sondern gleich mal lustig reininterpretiert und das nicht positiv sondern negativ. Handelt es sich hier um eine bewußte Provokation oder welchen anderen Sinn hat dieses Verhalten.

Anreize sich einem Thema zu nähern und damit auseinander zu setzten erfahre ich dadurch allerdings nicht, eher das Gegenteil.

Freut mich allerdings zu lesen Herr schoeneansicht geschrieben hat und wenn du nun also etwas gegen Wahn hast dann lass es einfach sein niemand zwingt dich in irgendeine Richtung.

PS
Schuldig bin ich niemand anderem etwas auch nicht meinen Angehörigen - außer mir selbst, solange ich mit dem was ich mache oder auch nicht einverstanden bin hat niemand anders das zu kritisieren denn es ist mein Leben im positiven wie im negativen.
 
Themenersteller
 Themenersteller
19. Okt 17

Er schreibt.
Liebe maymoqui,
wahrscheinlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Jeder soll sich bezeichnen wie er möchte. Ich für meine Person möchte nicht mehr jugendlich sein, sondern fit älter werden. Und wir erfüllen uns unsere Träume.
Was ist daran schlimm.
Mit Mitte 40 habe ich meinen sicheren Job gekündigt um gemeinsam mit meiner Liebsten unsere
Segelträume zu erfüllen, als ich 57 war, bauten wir unser zweites Schiff, seitdem machen wir weite Reisen, ich war 67, als wir zu den Lofoten segelten.
Aber warum sollte ich behaupten, ich wäre jung? Ich bin es nicht, ich bin ein erwachsener Mensch, der das meiste seiner Zeit abgelebt hat. Das akzeptiere ich und dem stelle ich mich.
Und was meine Bemerkung zu dem, was wir unseren Lieben schulden angeht - Freunde, Kinder, Enkel, meine Liebste, sie alle würden mich vermissen, warum sollte ich nicht versuchen, ihnen lange erhalten zu bleiben? Gefällt mir doch auch.
 
 
19. Okt 17

Lebenserfahrungen
Davon lese ich in diesem Forum sehr viel. Um ehrlich zu sein, ich kann damit nicht ganz so viel anfangen. Das Leben an sich ist ein Lernprozess. Mit 30 habe ich andere Sachen gelernt (weil sie zu der Zeit wichtig waren) als jetzt. Die Erfahrungen, die ich damals sammelte, haben heute zum großen Teil keinerlei Bedeutung mehr, weil sich die Umstände gewandelt haben. Ich kann die Maßstäbe, die ich gelernt habe anzulegen, heute kaum noch anwenden. Unser gesamtes Leben, unsere Einstellungen und Ansprüche zur Arbeitswelt und auch im privaten Umfeld haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt und bedürfen einer laufenden Anpassung. Wenn ich eines gelernt habe, dann Flexibilität.

Ich musste sehr rasch einsehen, dass ich meinen Kinder kaum gute Ratschläge geben konnte - weder für die Schullaufbahn noch im Umgang mit ihrem sozialen Umfeld. Vielleicht noch die, die meine Großmutter seinerzeit als heitere Sinnsprüche von sich gab, einige Dinge ändern sich eigentlich nie... Aber mein Schul- und Freundesumfeld unterschied sich in den 70er Jahren doch deutlich von dem heutigen. Die Einstellungen der Lehrer, Schüler etc., die das Zusammenleben bestimmten, sind heute vollkommen anders. Also muss man auch anders darauf reagieren. Das gleiche gilt natürlich für jedes Umfeld: Ausbildung, Beruf, Karriere usw. Die Maßstäbe sind heute einfach anders..

Wir leben beispielsweise in einer digitalen Welt. Wer damit nicht zurecht kommt, hat ein Problem. Auch eine 80 Jahre alte Dame kann sich bei der Bahn kaum noch an einen Schalterbeamten wenden, um eine Reise zu buchen - alles geht online.

In der Quintessenz sind die Erfahrungen, die ich früher machte, aus denen ich lernte und zukünftiges Verhalten ableitete, heute kaum noch einen Pfifferling wert... Wir leben in einem ständigen Reset- und Anpassungsprozess. Wer in der Entwicklung stehen bleibt, hat verloren, kommt nach kurzer Zeit nur noch schwerlich mit. Verschwindet in "seiner eigenen Welt". Ich versuche das aktiv durch den Kontakt mit jungen Menschen zu vermeiden. Und lerne beinahe jeden Tag dazu. Vor ein paar Jahren noch habe ich mich z.B. über die Smartphone Abhängigkeit der jungen Leute lustig gemacht. Fehler. Heute geht´s mir genauso. Eben weil man darüber nicht nur telefoniert, sondern recherchiert, Zeitung liest, sich über diverse Apps auch mal die Zeit vertreibt und amüsiert, schnell Fotos und Kurznachrichten austauscht und, und, und .. Ohne Smartphone droht ein Kontaktverlust, eine geringere Vernetzung im sozialen Umfeld, was im schlimmsten Fall sogar zur Vereinsamung führen kann.

Nun, das sind so einige Beispiele, die mir ad hoc eingefallen sind. Es gibt noch viele mehr. Als weise, erfahren und abgeklärt würde ich mich ganz sicher nicht beschreiben. Davon bin ich sehr, sehr weit entfernt, fürchte ich. Ich mache immer noch "dumme" Fehler, muss mich zurecht finden und aktiv Lösungsmöglichkeiten für Situationen suchen, in die ich früher vermutlich nie gekommen wäre.

Was also sind die Lebenserfahrungen, die uns so Gewinn bringend weiter bringen, auf die man stolz zurück blickt? Ich weiß es wirklich nicht. Im Gegenteil, ich fürchte, dass wir die nächste Generation mit unseren "Weisheiten" füttern, so dass diese sich kopfschüttelnd abwendet, weil wir eigentlich nur von "früher" reden. (Kenn ich noch von meinen Eltern und Großeltern *oh2* - nix war unangenehmer, als das hören zu müssen, gleichzeitig zu wissen, dass es Quark ist, und gelangweilt "abzusitzen")
 
Themenersteller
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19. Okt 17

Er schreibt.
Lebenserfahrung bringt nur dann weiter, wenn sie wahrgenommen, hinterfragt, in einen Kontext gestellt wird.
Und das geschieht nur, wenn man aktiv, neugierig und formend in der Welt unterwegs ist. Dazu gehören auch Irrungen und Niederlagen.
Ob das Jüngeren vermittelt werden kann oder sollte - keine Ahnung, wahrscheinlich eher nicht. Ich hab früher jedenfalls die "Alten" selten ernst genommen.
 
 
24. Mär

144
Das biologische Alter - so hab ich zuletzt aus div. Quellen erfahren - ist 144
Somit bin ich mit meinem 52 noch sehr jung
 
 
24. Mär

Der natürliche Zustand
Wahnsinn ....wenn Menschen dem nachjagen was gewesen ist, dann leben diese für mich nicht in einer glücklichen Gegenwart, Realitat, eher in einer Traumwelt mit schzomässigem Beigeschmack ...am Rande des Wahns

Der natürliche Zustand ist es
• glücklich zu sein
• Gesund zu sein
• Fit zu sein - körperlich und geistig - bis ins hohe (144 ??) Alter
• Voller Vertrauen ins Leben zu sein
• ...
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
24. Mär

WAS
hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
 
 
24. Mär

Lies einfach nochmal
was niederschreiben ist ...
 
 
25. Mär

also ...noch einmal
es geht hier doch um Jugendwahn Fragezeichen

Wahnsinn bis Wahns - ist für mich die "negative" Seite des Jugendwahns, "die kranke, ungesunde" Form

Der natürliche bis ... ist für mich die "positive" Seite des "Jugendwahns

hoffe es ist jetzt verständlicher, - wenn nicht, ich erklärs gern nochmal

sollten Beiträge nicht zum Thema passen,dann können Beiträge gerne entfernt werden
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